Was kostet eine Küche
UW/MG

Was kostet eine Küche? So kannst Du Kosten abschätzen und gut planen [Checkliste]

Hier findest du eine Checkliste, wie Du bei der Küchenplanung sparen kannst und was Du sonst noch bei der Planung beachten musst.

Wenn Du eine Küche kaufen willst, möchtest Du wahrscheinlich wissen, welche Kosten auf Dich zukommen. Küchenplaner geben sich aber meistens sehr geheimnisvoll und verraten nicht genau, welche Teile wie viel kosten. Wir haben ein paar Tipps für Dich, wie Du Dich auf Deinen Küchenplanungs-Termin vorbereiten kannst und ziemlich sicher Kosten sparen kannst.

Ein Tipp noch: Eine Küche zu planen, kann eine kleine Herausforderung sein. Doch Du wirst dabei viel lernen. Lass Dich nicht entmutigen, am Ende wirst auch Du eine superschöne Küche haben, in der Du Dich wohlfühlst.

Checkliste: Vorbereitung Küchenkauf

  • Ausmessen: Miss Deine Küche aus. Beachte dabei unbedingt, dass auch eventuell noch nicht vorhandene Türstöcke vom Maß abgezogen werden müssen (5–6 cm sind hier für Standard-Türstöcke ein guter Richtwert). Sollte Deine Wohnung gerade erst gebaut oder saniert werden, beachte auch, dass noch ein Bodenbelag auf den Estrich kommt. (Dafür kannst Du ungefähr mit 1 cm rechnen, frag aber am besten sicherheitshalber immer nach.) Ein seriöser Küchenplaner wird immer Naturmaße nehmen und auch die Winkel Deiner Küche berechnen, sobald Du ihm den Auftrag erteilst. Was Du selbst ausmisst, ist vorerst einmal nur für die Planung.
  • Anschlüsse: Schau Dir genau an, wo welche Steckdosen-Anschlüsse, Lichtschalter und eventuell Abluft-Rohre sind. Besonders wichtig ist der Wasseranschluss für Spüle und Geschirrspüler. Denn das ist sozusagen der fixeste Platz in Deiner Küche. Beim Herd ist das ganze deutlich einfacher. Denn vom Starkstrom-Anschluss kann man innerhalb der Küchenkästen ein Kabel zum gewünschten Platz Deines Herdes verlegen. Miss auch alle Anschlüsse aus.
  • Was kommt wohin? Es klingt vielleicht komisch, aber es macht durchaus Sinn, Dir schon vor dem Planungstermin Gedanken darüber zu machen, wo Du was ungefähr verstauen möchtest. Und zwar deshalb, weil Du dann schon viel gezielter antworten kannst, wo Du Laden, Fächer oder Auszüge haben möchtest.
  • Mach eine Skizze: Egal, wie gut Du zeichnen kannst, mach am besten eine Skizze der Küche, wie Du sie Dir vorstellst und nimm sie zum Termin mit. Es ist oft einfacher anhand einer Zeichnung zu erklären, wie man sich etwas vorstellt. Der Küchenplaner wird Dir dann ohnehin sagen, falls etwas so nicht möglich oder schlau ist.
  • Budget: Rede mit Freunden, Bekannten und Kollegen, wo sie ihre Küche gekauft haben, wie viel sie gekostet hat und wie zufrieden sie damit sind. Am einfachsten ist es, wenn Du jemanden kennst, der eine Küche in ungefähr derselben Größe hat und in ungefähr der gleichen Qualität. Wenn die Küche von Freunden schon älter ist, rechne noch etwas obendrauf auf den Preis, den sie gezahlt haben. Dann solltest Du ein realistisches Budget abschätzen können.
  • Lieferzeit: Rechne 2–3 Monate inkl. Planung ein, bis Du Deine Küche bekommst. Die Lieferzeiten können stark variieren. Aber damit solltest Du zumindest halbwegs sicher bei Einzug Deine Küche bekommen. Frag im Zweifelsfall nach.
  • Frei dazukombinieren: Wenn Du Dir nicht alle Deine Wünsche vom Tischler, Möbelhaus oder Küchenstudio finanzieren kannst, überleg Dir, ein paar Teile einfach frei zu Deiner Küche zu kombinieren. Hier findest Du empfehlenswerte Arbeitstische, Servierwägen und Küchenregale.

So, nun hast Du mal das Gröbste vorbereitet. Doch wie wählst Du jetzt aus, wo Du Deine Küche machen lässt? Auch dafür haben wir ein paar Tipps.

Wo soll ich meine Küche planen lassen?

Es lohnt sich in jedem Fall, wenn Du Dir mehrere Angebote für Deine Küche einholst. Doch Achtung, ein Möbelhaus muss nicht günstiger sein als ein Küchenstudio. Es gibt auch Tischlereien, die Markenküchen von bekannten Herstellern anbieten. Auch das kann in Summe günstiger sein als eine Küche aus dem Möbelhaus. Vor allem dann, wenn das übliche Baukasten-System der Hersteller für Deine Küche nicht passend ist.

Hol Dir mindestens ein Angebot aus dem Möbelhaus, ein Angebot vom Küchenstudio und eventuell noch ein Angebot einer Tischlerei ein, die standardisierte Markenküchen anbietet.
Spar-Tipp: Wenn Du mehrere Angebote hast, kannst Du viel leichter den Preis verhandeln. Und ja, auch wenn Du handeln sonst nicht magst, bei einer Küche ist es ein absolutes Muss, wenn Du sparen willst. Apropos, fall nicht auf Lockangebote mit 50 % Rabatt rein. Die gibt es meistens überall das ganze Jahr. Und die Ausgangspreise, auf die Dir dieser Rabatt gewährt wird ist fast immer ein Phantasie-Wucher-Preis, sodass Du am Ende im schlimmsten Fall trotz Rabatt noch viel zu viel bezahlst.

Was kostet wie viel bei einer Küche?

Je nach Küchenplaner wird er Dir die Einzelpreise offen sagen oder ein riesengroßes Geheimnis daraus machen. Doch es gibt ein paar Erfahrungswerte, was allgemein zu den eher teuren Teilen/Materialien gehört. Es gibt aber immer wieder auch Angebote oder Spielraum der einzelnen Firmen. Wenn Du also eine Sache unbedingt haben möchtest, dann solltest Du sie Dir auch nach Möglichkeit gönnen und lieber an anderen Dingen sparen, die Dir nicht so wichtig sind. Schließlich behält man eine Küche gut und gerne einmal mehrere Jahrzehnte und soll damit zufrieden sein.

Zu den Küchenelementen, die die Kosten in die Höhe treiben können, gehören:

  • Stein-Arbeitsplatten – da das Material einfach viel teurer ist als z.B. bei furnierten Arbeitsplatten
  • Eckschränke – sie bieten viel Platz. Für kleine Küchen kann es sich jedenfalls lohnen, einen Eckschrank einzubauen. Wenn Deine Küche aber auch ohne Eckschrank groß genug ist, kannst Du hier sparen.
  • Apothekerschränke: Auch sie sind meist teuer. Frag nach, wie viel im Vergleich ein Regal mit normalen Fächerböden kosten würde. Oder überleg Dir stattdessen einen Kasten mit Auszügen oder Schubladen innen. Das kann bedeutend günstiger sein, Du behältst aber trotzdem die Übersicht.
  • Glas-Rückwände: Glas ist definitiv viel teurer als z.B. Rückwände in Holz-Optik. Jedes Loch für Steckdosen, kann hier preislich ins Gewicht fallen. Wenn Dir die handelsüblichen Küchenrückwände nicht gefallen und Dir Glas zu teuer ist, überleg Dir, ob Du eine ganz andere Alternative wählst. Z.B. Latexfarbe.
  • Offene Regale: Klingt komisch, ist aber meistens wahr. Regale machen Küchen meist massiv teurer. Wenn Du stattdessen einen Kasten mit Tür nimmst, kannst Du sparen. Plane das am besten in Deine Überlegungen mit ein und mach Regale nur dort, wo Du sie wirklich brauchen kannst. Oder kauf Dir Regale, sofern sinnvoll, einfach selbst im Nachhinein dazu. Tipp: Regale in der Nähe des Herdes sind meist unpraktisch, da sich schnell Fett am gesamten Regal-Inhalt ablagert.
  • Sondermaße: Wenn Dir z.B. ein 60 cm breites Kochfeld zu klein ist, ein 90er Kochfeld aber keinen Platz hat, gibt es auch Zwischenmaße. Doch alles, was nicht Standard ist, kann erheblich teurer sein.
  • Sonderfunktionen: Es gibt Geschirrspüler, die sich nach Anklopfen öffnen und Schubladen mit Beleuchtung. Das wirkt im Küchenstudio zwar alles sehr beeindruckend. Doch natürlich kosten diese Dinge extra. Überleg Dir also, was Du wirklich brauchst. Es kann auch möglich sein, z.B. einen Geschirrspüler selbst zu kaufen und nicht mit der Küche gemeinsam. Das macht dann Sinn, wenn der Küchenplaner Dir nur Markengeräte anbietet, Dir aber eigentlich ein günstiger Geschirrspüler völlig ausreicht. Am besten nachfragen und nachrechnen. Denn im Gerätepaket der Küche kann es auch sein, dass ein Markengeschirrspüler mit Rabatt fast gleich günstig ist wie ein günstiges Modell, das Du einzeln kaufst.

Wir wünschen Dir viel Spaß in Deiner neuen Küche.


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Redaktion

Lisas Balkon

Lisa

Redakteurin & Produkt-Scout Küche & Haushalt

Lisa ist ein Landkind, das in die Stadt gezogen ist und verbindet das Beste aus beiden Welten. Auf ihren kleinen Balkon stehen die wichtigsten Pflanzen, die man eben so braucht. Vor allem Kräuter, denn sie kocht und backt gern und ziemlich gut. Daher ist sie unsere Expertin für alles rund um Küchengeräte und Koch-Utensilien. Und weil man nach dem Kochen leider auch oft putzen muss, ist sie außerdem unsere Expertin für praktische Putzutensilien mit denen man schnell und effektiv wieder alles sauber bekommt.